Digital Heritage

DIGITALE SAMMLUNG DER DENKMALPFLEGE UND ARCHÄOLOGIE SACHSEN-ANHALT

Die archäologische Sammlung des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie – Landesmuseum für Vorgeschichte - ist eine der ältesten, umfangreichsten und bedeutendsten Mitteleuropas. Ihre Anfänge reichen zurück in die Zeit der Befreiungskriege. Bereits 1812 erfolgte in Langendorf bei Zeitz die erste Ausgrabung, die zur Gründung des Unstrutvereines führte. Dessen Sammlung wurde 1820 mit der des 1819 gegründeten "Thüringisch-Sächsischen Vereins für Erforschung des vaterländischen Alterthums und Erhaltung seiner Denkmale" vereint. Die Sammlung wuchs stetig an und wurde 1825 aus Platzgründen von Merseburg in Räume der Alten Residenz in Halle (Saale) überführt, wo sie bis zum Umzug 1912 im neu errichteten Provinzialmuseum für Vorgeschichte (gegründet 1884) aufgestellt war. Damals trennte man sich von der ebenfalls sehr umfangreichen Sammlung historischer Altertümer und beschränkte sich fortan auf die Vorgeschichte. Seit diesen Anfängen bewahrt das Haus eine Fülle von Archiv- und Sammlungsgut – geschätzt dürfte es sich um ca. 35 Mio. analoge Bild-, Plan- und Schriftdokumente und ca. 16 Mio. archäologische Fundkomplexe handeln.

2017/2018 konnte mit dem Digitalisierungsprojekt „Digital Heritage“ am Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt ein erster Schritt in Richtung der Digitalisierung dieser Bestände gemacht werden.

Historische Fotografien

Für die Archäologie und die Bau- und Kunstdenkmalpflege gehört die Fotografie seit ihren Anfängen zu den gängigen Dokumentationstechniken, daher überrascht es nicht, dass seit Beginn des 20. Jahrhunderts ein fast nicht mehr überschaubarer, äußerst wertvoller Bestand an Fotodokumenten auf allen denkbaren Trägermaterialien im Archiv des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie zusammengekommen ist. Diese Bestände haben zwei Weltkriege und zwei Diktaturen nahezu unbeschadet überstanden. 2017/2018 wurden insbesondere die frühen Glasplatten- und Planfilmnegative, die durch mechanische und physikalisch/chemische Beanspruchung bereits geschädigt bzw. in besonderem Maße gefährdet sind, digitalisiert und in einer Mediendatenbank recherchefähig erfasst.

Münzen

Die Sammlung des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt – Landesmuseum für Vorgeschichte umfasst einen umfangreichen, stetig wachsenden Münzbestand mit derzeit mehr als 24.000 Exemplaren. Bei den meisten Münzen handelt es sich um Funde von archäologischen Grabungen und Prospektionen in Sachsen-Anhalt. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt dadurch auf Prägungen der römischen Kaiserzeit und auf Prägungen der Mitteldeutschen Staaten, vor allem der Grafen, Herzöge und Kurfürsten im sächsischen und brandenburgischen Raum, vom Mittelalter bis hin zur Neuzeit. Durch eine Kooperation mit der bundesland- und institutionsübergreifenden Initiative KENOM (Kooperative Erschließung und Nutzung der Objektdaten von Münzsammlungen) werden die Fundmünzen digital erfasst, numismatisch bestimmt und in Teilen der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die zugehörigen Fotos werden durch eine technische Innovation im Hause automatisiert erzeugt und erlauben dadurch eine sehr schnelle Bearbeitung der Fundgattung.

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